Relation
Die Vision ist unsere Natur
Die
Vision ist die wohl treibendste Kraft für uns Menschen. Es ist
unsere Natur, dass wir uns entwickeln, neu erfahren und in immer
phantastischeren Formen erleben möchten. Was wäre
unser
Leben, hätten wir keine Visionen für unsere Zukunft?
Visionen sind wie phantastische Träume, in denen wir uns immer bessere Zustände als diejenigen herbeiwünschen, die wir gerade erleben. Sie kommen von ganz alleine zu uns, es liegt in unserer Natur, dass wir stets über uns hinauswachsen möchten. Visionen zu besitzen ist eine ganz normale menschliche Eigenschaft. Doch Visionen zu besitzen reicht alleine meist nicht aus. Sie müssen nicht nur erträumt, sondern auch herausgearbeitet und konkretisiert werden. Visionen sind, um Anstoß für die menschliche Schaffenskraft zu sein. Mann muss an sie glauben, sie für wahr nehmen und sie wahr werden lassen. Und damit sie sich dann wirklich erfüllen können, muss die Zeit für sie gekommen sein.
Gegenwärtig erleben wir eine überaus günstige Zeit für Visionen. Denn so turbulent und wechselhaft unsere Gegenwart ist, so viel Raum eröffnet sie uns für neue Visionen. Wir täten wohl gut daran, den gewonnenen Raum mit einer angemessenen Weite anzureichern. Es ist an der Zeit, in eine phantastische Traumwelt vorzudringen und aus ihr unser konkretes Leben zu machen.
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Robert Welscher | www.modulenature.com
Vision
Die Vision von einer neuen Beziehung
Vorab gilt es festzustellen, dass Vision damit zu tun hat,
Dinge zu formulieren, die es noch nicht gibt, die unvorstellbar sind,
oder vielleicht nie zu einer Realität werden können.
Zudem sind Visionen relativ. Für
manche Menschen ist das, was für andere höchst
visionär erscheint, eine gewöhnliche Belanglosigkeit.
Ich möchte meine Vision in der Kenntnis formulieren, dass
nicht wenige visionäre Menschen unter uns weilen, für
die sie längst keine Vision mehr ist, sondern das ganz
gewöhnliche Leben!
Setzen wir das gegenwärtige Weltgeschehen in Relation zum
Zeitraum, in der sich die Veränderungen vollziehen, und
berücksichtigen gleichzeitig den tatsächlich
stattfindenden Bewusstseinswandel, dann fällt es schwer, keine
Parallelen zu entdecken. Mensch
und Natur bringen deshalb neue Lebensbedingungen hervor, weil sie sich
von Grund auf transformieren - Menschen entwickeln sich Schritt
für Schritt zu universell bewussten Individuen, die nach
universellen Gesetzmäßigkeiten leben.
Wir erleben eine sichtbare Welt, die sich immer mehr verdichtet,
zusammenzieht, all ihre Spielräume bis an ihre scheinbaren
Grenzen ausreizt. Was sollte denn passieren, wenn nicht ein
fundamentaler Wandel, in dem sich etwas grundsätzlich Neues
auf der Erde zeigen will?
Ich - Wir - Innen - Außen - die Trennung löst sich
auf. Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen beginnen, ihre
Einheit zu begreifen. Im Prozess der Individuation rücken wir
an das Ende der Dualität (Getrenntheit) vor. Es ist diejenige
Stufe der Evolution, über die wir nun in einer
größeren Anzahl hinweggehen werden (vermutlich wird
es jedoch bei weitem nicht die Mehrzahl der Menschen betreffen). Aus
diesem Zustand des Bewusstseins gesehen, ist es eindeutig, dass nichts
bleiben wird, wie es gegenwärtig den Anschein hat. Es wird
anders kommen, als wir es gegenwärtig noch vermuten
können.
Das Leben wird sich als etwas ganz anderes offenbaren und uns eine
völlig neue Wirklichkeit zugrunde legen. Wir erleben eine
radikale Umkehr des Lebens, das sich von der Struktur der Zellen,
über die Kanäle und die Qualität unserer
Wahrnehmung, über das Verstehen und Verhalten, über
alle Lebensbereiche hinweg allumfassend weiten wird.
Möchten wir einen Blick in die Zukunft wagen, müssen
wir das aus einem erhobenen Zustand unseres Bewusstseins versuchen.
Denn es ist unausweichlich, dass das Individuum aufsteigen wird.
Aufzusteigen ist ganz normal, es findet ununterbrochen statt. Aus der
bewussten Einheit, wenn unser befreites Ego mit unserem wahren Wesen
verschmilzt, erfahren wir eine nächste Wahrheit, die einst die
Basis unseres Lebens werden wird. (...)
Wir lehnen uns lediglich aus einem neuen Fenster in eine für
uns neue Welt, die längst schon existiert. Wir transformieren
nicht die Welt, sondern uns selbst. Die Illusion der Welt wird nicht
vergehen, vielmehr wird sie in einem umfassenderen Licht erstrahlen.
Wir decken eine neue Kultur der Liebe auf, die erst aus der
SelbstVerständlichkeit der Liebe geboren werden kann! Sie wird
es dort geben, wo die Interpretation über sie vergangen ist.
Die Basis für
all das ist die entwickelte Tiefe der Einzigartigkeit eines jeden
Menschen. Erst die individuelle Erkenntnis, dass die Leere die Weite
verbreitet, wenn die Resonanz durchbrochen ist, und nun aus sich selbst
vernehmend wird, wird ein neuer Organismus geboren sein, eine neue
Relation begründet. Eine neue Beziehung ist in sich geboren
und erzeugt eine neue Welt.
Selbst all die wohlgemeinten Bestrebungen nach menschlichem Gleichklang
und Harmonie, nach Selbsterfahrung und ganzheitlichem Bewusstsein, nach
Natürlichkeit und Erdverbundenheit werden lediglich ein
aufflackerndes, vorübergehendes Aufblitzen der Gedanken
gewesen sein - überaus notwendig für unsere
Entwicklung und doch nur von kurzer Dauer. Die wahre Vision unserer
Tage ist nicht, eine verblühende Welt erneut zu beleben. Diese
Hoffnung zeugt doch lediglich von unserer ignoranten Sicht auf das
Wesen unserer Natur. Vielmehr beginnt sich die in uns schlummernde
Weite unserer selbst zu erinnern, und ergreift das Zepter über
uns. Unsere Genesung
findet in einer übergeordneten Wahrheit statt und wird eine
phantastischere Wirklichkeit erzeugen.
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Robert Welscher | aus PROJEKT 20XX | www.modulenature.com
Resonanz
Vom Organ zum Organismus
Erst das
Einschwingen auf die individuelle Frequenz, die innere Harmonie der
Einheit, die sich aus dem kollektiven Geflecht gelöst und ihre
Einzigartigkeit herausgebildet hat, wird zum Träger einer
neuen Welt.
Wie ein gestimmtes Klavier, auf dem jede Taste seine identische Rolle
übernimmt, werden wir zum bewussten Teil des gesamten
Klangkörpers und erleben den fließenden Klang der
Symphonie. Doch wir sind nicht nur Taste und Klavier. Ebenso sind wir
die Musiker und das Auditorium, die Komponisten und der Konzertsaal,
die Dirigenten und die Tänzer auf der Bühne. Wir
selbst sind die Summe der Resonanz, die wir erzeugen und bezeugen,
teilen und durch unseren Teil verbinden.
Die Trennung hat sich
durch die Einzigartigkeit aufgelöst. Erst durch den
scheinbaren Widerspruch konnte der Widerspruch vergehen.
Wir werden zu einem bewussten Organ im Gleichklang mit dem gesamten
Organismus. Der Stoff, der alles nährt, ist die befreite
Liebe, die wesentliche Befreiung der individuellen Bewusstheit.
Der Mensch wird zur bewussten Resonanz der einen Quelle, ein bewusster
Tropfen in den Meeren der Wahrheit - und dem gewöhnlichen
Verlangen entkommen.
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Robert Welscher | aus PROJEKT 20XX | www.modulenature.com
Mythos 2012
Die Zukunft ist offen
Es erscheint mir nicht ausreichend, über Vision zu
sprechen, ohne den Hype um das Jahr 2012 aufzugreifen. Verschiedenste
Prophezeiungen für unsere nahende Zukunft sind im Umlauf, die
z.B. das Ende des Mayakalenders thematisieren, die biblische
Prophezeiungen mit bevorstehenden Weltuntergangsszenarien gleichsetzen,
Sprünge durch Sphären und Dimensionen werden
erwartet, etc. . Die Liste könnte man wohl endlos fortsetzen.
Natürlich können wir nicht wissen, wie sich die
Zukunft konkret entwickeln wird. Wir tun sicherlich gut daran, mit
Prognosen vorsichtig zu sein, und gleichzeitig sollten wir die
tatsächlichen Gegebenheiten nicht verdrehen oder
unterschätzen. Wenn wir auch nur ein wenig aufmerksam das
Weltgeschehen beobachten, muss uns klar sein, dass sich die
Lebensbedingungen auf der Erde dramatisch verändern werden.
Wahrscheinlich sprengen die Veränderungen bei weitem unser
gegenwärtiges Vorstellungsvermögen. Vor ca. 12000
Jahren verschwanden die meisten großen Säugetiere
innerhalb eines Jahrhunderts von der Erdoberfläche. Im
gleichen Zeitraum stieg die Temperatur auf der Erde um ca. 5 Grad an.
Es ist eine ähnlich große Spanne, die
seriöse Klimaforscher für unser Jahrhundert erwarten.
Der Mensch übernahm damals ganz plötzlich als die
dominierende Spezies die Geschicke auf dem Planeten, weil sich die
Lebensbedingungen urplötzlich verändert hatten. Die
Evolution drehte die Entwicklung auf ein grundsätzlich
höheres Niveau. Heute steht unsere Welt fast in allen
Bereichen auf wackeligen Beinen - vieles deutet auf massive
Veränderungen hin, die ähnlich grundlegend ausfallen
werden wie vor 12000 Jahren. Wie damals wird sich die Evolution
vielleicht erneut über sich hinaus erheben, neue
Freiheitsgrade des Lebens aufdecken. Das Buch des Lebens wird ein neues
Kapitel schreiben, neue Welten offenbaren, die erst noch
ergründet werden möchten.
Wenn wir die Entwicklung der Intelligenz und des menschlichen
Bewusstseins während der letzten Jahrzehnte betrachten, dann
fällt es doch sehr ins Auge, dass sich hier innerhalb sehr
kurzer Zeit unglaubliche Veränderungen abspielen. Über das Sprungbrett der
Rationalität bilden viele Menschen einen autonomen
Wesenszustand heraus, der völlig anders funktioniert, als es
bislang normal war. Dies könnte die Basis, oder
vielleicht auch nur ein Startpunkt für ein vollkommen neues
Leben auf der Erde sein.
Doch ob es dann wirklich
stattfinden wird, auf welche Weise die Entwicklung dorthin vonstatten
geht, und welch unbekannte Formen unseres Lebens wir auf dem Weg
dorthin ergründen und entfalten dürfen, ist
völlig unbekannt. Unsere irdische Zukunft ist
offen und steht buchstäblich in den Sternen.
Die Veränderung ist alles, was sicher ist. Die Beschleunigung
der Welt ist sicherlich nicht ohne Ziel und System. Wir sind
längst im Begriff, eine neue Erde zu gebären, die von
einer neuen Gattung Mensch bewohnt werden wird. So wird es kommen.
Es gilt zu hoffen, dass wir keine allzu schlimme Fehlgeburt
generieren.
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Robert Welscher | aus PROJEKT 20XX | www.modulenature.com